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Peter Tuscher, trumpet; Roman Schwaller,
tenorsax; Johannes Herrlich, trombone; Christine Chapman, french
horn; Domenic Landolf, bass clarinet; Edward A. Partyka, tuba
Claus Raible, piano; Thomas Stabenow,
bass; Mario Gonzi, drums
All Music composed and arranged by
Roman Schwaller
Technical Rider
/ Stageplan
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Nonett
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Pressetext:
Der
international bekannte Schweizer Tenorsaxophonist Roman Schwaller hat sich
mit seinem Nonett-Projekt einen lang gehegten Wunschtraum erfüllt: ein
komplettes Programm mit 11 Eigenkompositionen der letzten 23 Jahre, speziell
arrangiert für diese aussergewöhnliche Besetzung mit sechs Bläsern. Gespielt
wird ein swingender, moderner Jazz, der durch die vielfältigen Arrangements
und inspirierten Solos Zugang zu allen offenen Ohren findet. Mit dabei Peter
Tuscher, der Jazztrompeter in München und Professor am Anton Bruckner
Konservatorium in Linz; Johannes Herrlich, filigraner Techniker auf der
Posaune, bekannt durch seine Band „Trombone Fire“; Domenic Landolf, der
begnadete Schweizer Tenorsaxophonist, diesmal allerdings „nur“ an der
Bassklarinette; die Amerikanerin Christine Chapman am Waldhorn, bestens
bekannt durch ihre Zusammenarbeit mit der WDR Big Band; Ed Partyka an der
Tuba, Mitglied des Vienna Art Orchestras und bedeutender Bassposaunist im
deutschsprachigen Raum; Claus Raible, der expressive, authentische
Bebop-Pianist aus München; Thomas Stabenow, international gefragter
Jazzbassist und Professor an der Musikhochschule in Mannheim und Mario Gonzi
aus Wien, ebenfalls Mitglied des Vienna Art Orchestras und einer der
markantesten Jazzschlagzeuger Europas.
Roman
Schwaller, bekannt durch seine Zusammenarbeit mit dem Vienna Art Orchestra,
Dizzy Gillespie, Mel Lewis, Jimmy Cobb, Johnny Griffin und dem Count Basie
Orchestra, ist laut reclam Jazzführer „einer der profiliertesten
europäischen Vertreter seines Instrumentes“. „Hört man ihn spielen,
erscheint dies fast wie eine nette Untertreibung. Wer seine Kompositionen
wie Love Someone You Like oder I Should Have Known kennt und
ihre heute seltene Legierung von Ohrwurmqualität, Originalität und
improvisationsgerechter Harmonik schätzt, freut sich, dass der als Komponist
weniger bekannte Schwaller für sein Nonett ausschliesslich eigene Stücke der
letzten 23 Jahre arrangiert hat.“
(Marcus A. Woelfle, Applaus 03/01).
Das Roman Schwaller Nonett – eine erfrischende Grossformation mit eigener
Stimme und solistischen Meisterleistungen.

Sechs plus drei ist Neun
Nach vier Jahren „Exil“ in der Schweiz ist Roman Schwaller in seine
Wahlheimat München zurückgekehrt und erfüllt sich mit seinem Nonett
einen Traum. Unterhalten sich Kollegen, Kritiker oder Konzertbesucher über die
besten deutschsprachigen Saxophonisten, fällt regelmässig sein Name.
Blättert man in den Jazzlexika, erfährt man, dass Roman Schwaller
„einer der profiliertesten europäischen Vertreter seines Instrumentes“
ist. Hört man ihn spielen, erscheint dies fast wie eine nette
Untertreibung.
Man staunt nur so über diesen offenen, warmen Sound, über die mit
überraschenden Zitaten gespickten rasanten Läufe, über die Fähigkeit,
altbekanntes Material mit neuem Leben zu erfüllen. Als inniger
Balladeninterpret kann er mit wohlvertrauten Standards unverkennbar
eigene Geschichten erzählen. Im Up-Tempo klingen Schwallers quirlige
Boplinien nie nach zusammengeklaubten Floskeln von Vorgestern, sondern
offenbaren sprühende Phantasie. Schwaller spielt Tenorsaxophon, als
hätten Dexter Gordon, John Coltrane und Johnny Griffin bei seiner
Geburt im Jahre 1957 an seiner Wiege eine Saxophonsession
veranstaltet. Was andere von sich glauben machen wollen, ist Schwaller
wirklich: ein Musiker, der Bop nicht nur im Geist der 50-er Jahre
spielt, sondern dies auch mit Geist tut. Als der Schweizer in den
70-er Jahren das klassische Klarinettenspiel an den Nagel hängte, war
der allgemeine Trend zum Bop, der leider auch viel
Akademisch-Angedrilltes, viel Epigonal-Einfallsloses mit sich brachte,
noch nicht vorherzusehen.
Straight Ahead Jazz
Als lebender Beweis, dass eine Sprache, so oft sie auch gesprochen
wird, immer wieder neu erscheint, wenn ein junger frischer Geist sich
ihrer bedient, reifte er neben Grössen wie Klaus Weiss, Joe Haider,
Charly Antolini im München der 80-er Jahre zu einer der
eigenständigsten Stimmen des Bop heran – oder des „Straight Ahead
Jazz“, wie er seine Musik lieber nennt, da er Bop als Bezeichnung für
eine längst abgeschlossene Ära betrachtet. Die seit 1985 unter dem
Motto Three Generations of Tenor Sax freundschaftlichen
Tenor-Duelle mit Johnny Griffin und Sal Nistico geniessen bis heute
legendären Ruf.
Es
wäre zu erwarten gewesen, dass Schwaller, der mit Dizzy Gillespie
zusammengearbeitet und eigene Combos mit Schlagzeug-Legenden wie Mel
Lewis und Jimmy Cobb geleitet hatte, ein von Plattenfirmen und
Kritikern gehätscheltes Lieblingskind würde. Schwaller unternahm aber
seinerseits drei Schritte, die seinem Ruhm nicht gerade förderlich
waren. Zunächst vertauschte er für zwei Jahre als Saxophonist der NDR
Big Band künstlerische Selbstverwirklichung mit finanzieller
Sicherheit, dann vernachlässigte der ausgebildete
Fallschirmsprunglehrer jahrelang die Musik gegenüber seiner
sportlichen Leidenschaft. Schliesslich zog er 1996 in die Schweiz
zurück. „Da habe ich fünf Jahre in der Provinz gelebt. Da ich seit
1977 in Deutschland gelebt hatte, war ich nie richtig in der Schweizer
Szene eingebunden. Als Ganze ist sie sogar kleiner als die Münchner.
Schliesslich war den Deutschen der Aufwand zu gross, mich immer aus
der Schweiz zu holen. Seit einem halben Jahr geniesse ich es, wieder
hier zu sein.“
Die Idee zum Nonett
Mit seinem jüngsten Projekt, dem „Roman Schwaller Nonet – The Original
Tunes“, das mit Peter Tuscher (Trompete), Roman Schwaller (Tenor),
Johannes Herrlich (Posaune), Michael Lutzeier (Bassklarinette),
Clemens Weindorf (Waldhorn), Leo Gmelch (Tuba), Claus Raible (Piano)
und Thomas Stabenow (Bass), sowie seinem Wiener Lieblings-Schlagzeuger
Mario Gonzi ebenso ungewöhnlich wie erstklassig besetzt ist, knüpft
der Wahlmünchner an ähnlich extravagant besetzte Formationen aus der
fernen Vergangenheit an. Sieht man von der erst in den 60-er Jahren im
Jazz populären Bassklarinette ab, erinnert die klangfarbenreiche
Besetzung mit Horn und Tuba an das Miles-Davis-Capitol-Orchestra und
von Arrangeuren wir Gil Evans und Gigi Gryce in der Mitte der 50-er
Jahre geleitete Bands.
Die Idee zum Nonett entstand beim Arzt und Jazz-Sänger Dr. Johannes „Dadi“
Scheeser, „nachdem wir eine alte Gigi Gryce-Donad Byrd Scheibe
angehört hatten. Die Klänge, die man mit Bassklarinette, Waldhorn und
Tuba machen kann, sind faszinierend. Oben ist ja quasi ein
„konventionelles“ Sextett mit Trompete, Tenor und Posaune. Es ist eine
straight-ahead Musik, allerdings schon ein bisschen moderner als
Bebop.“
Wer Roman Schwallers Kompositionen wie Love Someone You Like
oder I Should Have Known kennt und ihre heute seltene Legierung
von Ohrwurmqualität, Originalität und improvisationsgerechter Harmonik
schätzt, freut sich, dass der als Komponist unterschätzte Schwaller
für sein Nonett ausschliesslich eigene Stücke der letzten 23 Jahre
arrangiert. Unterstützt wird er durch einen Kompositionsauftrag der
Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia.
„Erstmals habe ich zu meinem 30. Geburtstag für mein Sextett
dreistimmige Sachen geschrieben. Noch nie habe ich für Bassklarinette,
Tuba und Waldhorn arrangiert. Hätte ich mich doch schon früher in
einen gescheiten Arrangierkurs gesetzt! Die musikalische Vorstellung
habe ich über die Jahrzehnte aber auch so bekommen. Gil Evans war ja
auch Autodidakt; aber ich möchte mich um Gottes willen nicht mit ihm
vergleichen!"
Um
ein komplettes zweistündiges Programm auf die Beine zu stellen, das am
26. März in der Black Box uraufgeführt wird, muss Schwaller noch viel
Tinte vergiessen: „Das Nonett ist spannend und euphorisierend, aber
mit viel Arbeit verbunden. Ich gehe permanent Notenpapier kaufen. Ich
habe schon 150 A4-Seiten beschrieben. Mir bricht fast das Handgelenk
ab.“ Da können wir dem ehemaligen Fallschirmspringer nur Hals- und
Beinbruch wünschen.
Marcus A. Woelfle
Münchner Kulturmagazin „Applaus“ 03/2001


Liner Notes von Benny Golson:
Roman
Schwaller. This is a name I had never heard of two years ago, but then I
had the delightful pleasure of hearing him and performing with him on the
same program. It was then that my ears experienced a wonderful and
delightful surprise.
Roman plays with a sense of
adventure because he's always coming up with things that identify only him,
and reflects this sense of adventure. He is constantly moving ahead into the
darkness of creativity, extracting new and exciting things anxiously
awaiting his discovery of them. These ideas reflect his own musical
personality and not that of anyone else, because he is a distinct individual
who lives to create.
Not
to be overlooked is his talent as a world class composer and arranger. You
will hear evidence of all that I've said concerning him which is recorded on
this, his present CD. One should consider himself fortunate if he has
acquired this wonderful CD for his collection. Roman Schwaller is a talented
saxophonist, composer, and arranger who is moving steadily ahead. Soon the
entire world will know this name, including you, that is, if you don't
already know it.
Benny
Golson
February 6, 2002
Los Angeles, California
Roman
Schwaller Nonet – “The Original Tunes” – JHM 3629
Get
it here:
JHM Records Switzerland
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